Sonntag, 19. März 2017

Stadt, Land, Fluß im März

Eine ganz besonderer Ort, mitten in der Stadt und doch inmitten der Natur, ist das Gelände zwischen den Flüssen Lech und Wertach, die Wolfzahnau. Es ist im Sommer (verbotener) Badeplatz, verwilderte Industriebrache, Biberland, Rückzugsort. Ein bisschen wild und geheimnisumwittert und fast immer sind wir dort alleine unterwegs. 


Die Bilder sind von letztem Sonntag. So blau war der Himmel schon lange nicht mehr.




 Nicht nur wir, auch die Fliegen genossen die wärmenden Sonnentrahlen.




Die beiden Kanäle, die hier zusammenfließen speisen mit Ihrem Wasser




das Wasserkraftwerk, das fast wie ein kleines Schloß aussieht. 




Als Sprungbrett ins Wasser dient im Sommer diese Brücke oder 






dieser Ast, wenn der Biber den Baum verschont.




Der ist dort ausgesprochen fleißig und scheut sich keinen noch so dicken Baum zu fällen.




Etwas unterhalb des Wasserkraftwerkes fließen Lech und Wertach zusammen. 
Wenn wenig Wasser ist, kann man sich dem Zusammenfluß auf den Kiesbänken nähern.

 




Am Sonntag hatten beide Flüsse viel Wasser. Die Kiesbänke waren nicht da oder nicht erreichbar.





Ein Grund im Sommer noch mal wieder zu kommen. 





Vom Biber unbeachtet wachsen die Kopfweiden. Sie recken Ihre Äste in den Himmel als ob sie sich nach einem langen Schlaf strecken und recken. 



Herr U. und ich mögen keinen Partnerlook. Es kommt also nie vor, dass wir uns absprechen, was wir anziehen. Ich hatte mir im Schlussverkauf einen grauen Nicky-Hoodie gekauft und ihm denselben mitgebracht, weil ich weiß, dass er dieses Material sehr mag. 
Und so ist es passiert, wir beide im gleichen Hoodie mit Lederjacke. Es bleibt die Ausnahme :-).

Mein Outfit:
Lederjacke - Peek & Cloppenburg
grauer Nicky-Hoodie - H&M
blaue Animal-Print-Jeans (keine Ahnung woher)
Schnürstiefel -  Promod 
Handtasche - Fossil


Sonntag, 5. März 2017

Frühling kommt bald?

Der Winter hat sich inzwischen verabschiedet, doch der Frühling ist noch nicht da. Zumindest bei uns im Tal noch nicht. Eine eigenartige Zeit ist das, eine Wartezeit. Obwohl ab und zu die Sonne scheint und wärmt, pfeift ein eisiger Wind daher. Die Vögel wippen ungeduldig in den Ästen und zwitschern, als ob sie' s kaum erwarten können. Doch auf auf den Wiesen, Feldern und im Wald ist's mehr braun und grau als grün. 


"Alles Neu macht der Mai..." ist noch weit weg. 
Unser Sonntagsspaziergang stand eher unter dem Motto "Lost and gone". 



Was sich dahinter verbirgt?
Das Winterquartier der Fledermäuse.



Wer in dieser luftigen Höhe mit guter Aussicht wohnt, war nicht herauszufinden.




Dafür haben wir ein schlafendes Einhorn entdeckt. 




Als Kontrast zum Braungrau trug ich meine neue Norweger-Jacke. 



sie hat mich trotz des kalten Windes gut warm gehalten. 




Die Haken, mit denen sie zu schließen ist, mag ich besonders. 


Strickjacke - Peter Hahn (gebraucht über ubup)
Kunstlederhose  - orsay
Tasche - Fossil
Gürtel - Kreidenweis
Rolli und Budapester-Boots aus dem Fundus 


Ergänzt habe ich das Outfit mit meinem gelben Mantel. Den aber zeig ich erst im nächsten Winter wieder. 

Auch in meinen Outfits ist der Frühling noch nicht angekommen. Noch überwiegen die dunklen Farben, viel Schwarz, grau und dunkelblau. Wie ist das bei Euch? Habt Ihr den Kleiderschrank schon auf Frühling umgestellt?

 



 

Samstag, 11. Februar 2017

Winter ade....

... scheiden tut weh. Aber dein Scheiden macht, dass mir das Herze lacht...

Kennt Ihr das Lied? Meine Oma hat es mir vorgesungen und ich stimme heute mit ein. 

Allerdings nicht ohne mich vorher vom Winter gebührend zu verabschieden. Er hat ja nicht nur seine schlechten Zeiten. 

Er verzaubert vertraute Landschaft zum märchenhafter Fremde
Er verlangsamt uns
Er macht, dass wir die warme Stube, den kuschligen Pulli, den Platz am Ofen schätzen
Er läßt uns die seltenen Sonnenstrahlen umso mehr genießen
Er zeigt uns die Welt in einem wunderbar blauen Licht und
die Bäume in ihrer ureigensten Form...


Genau zum richtigen Zeitpunkt lädt Ela uns ein ins Winterwonderland


Coming Soon

Wir dürfen zeigen, wie uns der Winter verzaubert.

Da mach ich gerne mit.

Anfang Januar war es bei uns sehr kalt und es lag etwa Schnee.



Sogar die Schmutter war stellenweise zugefroren.



 
Die so vertraute Landschaft wirkte fremd und geheimnisvoll. 
Die schwarzen Silhouetten der Bäume zeichneten sich wie Scherenschnitte gegen den kaltblauen Winterhimmel ab. 

Das ist eine Stimmung, die ich sehr mag.
Zum Winter gehört für mich die Melancholie, das Besinnen.  

Ich glaube, dass ich die Frische und das aufgeregte ans Licht Treiben im Frühling, 
die Hitze des Sommers und das Sonnengeglitzer auf dem Wasser, 
die warme, üppige Herbstpracht nur genießen kann, 
weil ich auch das Gegenteil gespürt habe.     

Kälte, Dunkelheit, Stille, In-sich-Gekehrt-sein. 
Und gleichzeitig eine besondere Helle, 
wenn die Wintersonne auf die weiße Landschaft scheint, 
Schneegeglitzer wohin man schaut.



 
Ich stelle mir vor, dass auch ich mich im Winter
wie die Bäume bereit mache

    


für eine neue Zeit 
für neue, aufregende Tage






Die kommen bald...



man spürt es schon. 
 

Die Sonne wärmt, zumindest am Mittag. 

 
Mein Outfit - heute von der Bahnwärterin inspiriert:
  Hippie-Kleid aus einer Konstanzer Boutique
brauner Hoodie aus dem Fundus
Trachtenjacke vom Sozialkaufhaus
Stiefel und Wollstrumpfhose aus dem Fundus

Und zum Schluß möchte ich Euch noch erzählen, 
dass wir letzten Samstag wieder ein kleines Bloggertreffen hatten...

Sunny und Ela haben mich in Augsburg besucht. 
Nein, die kleine Hübsche im Vordergrund gehört nicht zu uns,
auch wenn sie uns gerne begleitet hätte.

Wir hatten ganz viel Spass. Sunny  
und Ela haben ausführlich darüber berichtet. 
Danke Ihr Zwei, das war ein schöner Tag!

Ich genieße es sehr, dass aus virtuellen Freundschaften echte werden.   

Danke liebe Ela, für Deine gelungene Blogparty!
Schaut vorbei und lasst Euch verzaubern.   
       
 
  

Freitag, 3. Februar 2017

I ben gern dahoim

Über Sunny's Idee und Ihre Einladung, darüber zu posten wie wir wohnen habe ich mich besonders gefreut. Zum einen weil ich Euch schon lange zeigen wollte, wie ich mich in meiner veränderten Wohnsituation eingelebt habe, zum andern weil ich Wohnungsbesichtigungen mag und immer neugierig bin, wie andere wohnen.

Außerdem bilde ich mir ein, dass ich schon immer ein besonderes Interesse an Einrichtung hatte. Zum Beispiel kann ich haargenau an mein erstes Kinderzimmer erinnern (4 war ich damals), an den Bettüberwurf aus rot-grünem Vichy-Karo und den großen Tisch aus Kirschbaumholz, der gleichzeitig Esstisch war, wenn Besuch kam. Ich weiß auch noch, wie die Schäfchen auf meiner Tapete in der nächsten Wohnung ausgesehen haben und dass ich von meiner Mama einen Schminktisch bekam mit hellblauem getüpfelten Taft eingefasst. Aber jetzt bin ich abgeschweift. Ihr wollt ja wissen, wie ich heute wohne. 

Zunächst will ich ein paar von Sunny's Fragen beantworten:

Ich lebe in einer Kleinstadt, genauer gesagt im Vorort einer Kleinstadt, nachdem ich mehr als 20 Jahre in Augsburg gewohnt habe. 

Aus Augsburg weggezogen bin ich, man könnte sagen, der Liebe wegen. Weil ich mit Herrn U. nach 23 gemeinsamen Jahren zusammen gezogen bin und unsere unterschiedlichen Arbeitsstellen von hier aus am besten zu erreichen sind. Wir wohnen in einem Reihenhaus zur Miete.

Da wir uns beide hier sehr wohl fühlen, würden wir gerne für immer hier bleiben. Zumindest fühlt es sich jetzt so an. Ob wir aber im Alter in einem Haus so weit außerhalb wohnen wollen und ob wir uns das dann noch leisten können, steht auf einem anderen Blatt. Gedanken mach ich mir darüber jetzt noch nicht. 

Ich bin oft umgezogen, 4 Mal als Kind, 9 Mal als Erwachsene. Mit 20 verließ ich mein Elternhaus und wohnte zunächst mit Freunden in einer WG. Fünf Jahre lang, dann zog ich mit dem Vater meiner Kinder zusammen und mit ihm kurz darauf nach Karlsfeld, bei München. Jobbedingt. 

Als 1988 Josi zur Welt kam und 1990 Felix war unsere Mietwohnung in K. zu klein, München und Umgebung zu teuer, ich gerade nicht berufstätig und deshalb nicht an einen Ort gebunden. Wir kauften eine Eigentumswohnung mit großem Garten in Augsburg. Mein Mann war im Außendienst in ganz Bayern unterwegs, auch er ortsungebunden also. 

In Augsburg hab ich mich sofort wohl gefühlt, die Kinder auch. Wir fanden schnell Anschluß. Außerdem war und ist Augsburg eine "erschwingliche" Stadt. Was mir besonders als ich mich 1993 von meinem Mann trennte, zugute kam. Ich fand für mich und die Kinder eine Wohnung, die ich mir auch mit meinem Teilzeitjob leisten konnte. 

Ein paar Jahre später, als die Kinder ein größeres Zimmer brauchten, bzw. eines das sich teilen ließ, fand ich eine Maisonettewohnung mit einem sehr großen Dachzimmer, das sich die Beiden dann, getrennt durch eine Holzwand, teilen konnten. Ich mochte diese Wohnung sehr, auch als ich sie zum Schluß alleine bewohnte. Das große Dachzimmer war dann mein begehbarer Kleiderschrank. Ich hab hier schon mal das Wohnzimmer gezeigt.

Auf die Einrichtung meiner Wohnung, vom WG-Zimmer angefangen, habe ich immer sehr viel Wert gelegt, schon vor dem Einzug geplant und gezeichnet, wie es werden soll und letztendlich doch wieder alles umgestellt, wenn ich drin war. 

Dem entgegen stand, dass ich nie viel Geld für Einrichtung ausgeben konnte und trotzdem meinen persönlichen Stil in meiner Wohnung zum Ausdruck bringen wollte. 

Das war möglich, weil ich mich auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern und auf dem Sperrmüll umsah. Die Vergangenheitsform kann ich weglassen, ich mach das noch immer so. Inzwischen hab ich es beim "Schätzefinden" zur Meisterschaft gebracht. 

Aber genug geredet, jetzt zeig ich Euch, wie ich heute lebe.



Unser Esszimmer sah am Anfang ganz anders aus. Der Tisch stand längs, an den Wänden hingen Schwarz-Weiß-Fotografien. Es war nüchtern, kühl und ungemütlich. 




Dann habe ich auf dem Flohmarkt diese Keramikbilder gefunden und mich sofort in sie verliebt. Spaßeshalber hängte ich sie im Esszimmer auf, und bemerkte zu meiner Freude, wie sie die Stimmung dort veränderten. Zwischen den Jahren haben wir dann umgestellt, den Spiegel aufgehängt. Jetzt fehlt nur noch eine Lampe. Die ist schon gekauft, nur noch nicht aufgehängt. Apropos Tisch. Den haben meine Eltern vom Sperrmüll geholt. Ursprünglich war die Tischplatte weiß. Als sie abgenutzt war, hat mein Vater mir eine neue aus Ahornholz zum drüberstülpen gemacht. 






Unsere "Erbstücke", die Kristallkaraffe mit den Schnapsgläschen von meiner Oma und die grüne Glaskaraffe mit den Trinkgläsern von Ulfs Eltern haben hier nun einen schöne Platz gefunden.

Esszimmer, Wohnzimmer und Küche sind offen. Im Wohnesszimmer dominiert der Ofen.
Es ist kein richtiger Kachelofen, die Wärme wird mit Gas erzeugt. 



Schnuckelig warm ist es da trotzdem, deshalb hab ich mir an den eiskalten Tagen dort eine Leseecke eingerichtet.



Vom Wohnzimmer aus, können wir in den Garten schauen. Und da ist immer was los. Der Specht, der Kleiber, Meisen, Spatzen, Amseln und sogar Rotkehlchen und Goldammern besuchen die Futterstellen und ab und zu turnt das Eichhörnchen von Ast zu Ast. Nicht zu vergessen die Mäusefamilie, die neben dem Teich wohnt und sich mit dem versorgt, was die Vögel fallen lassen.

Mein Sofa habe ich über Ebay-Kleinanzeigen gefunden, nachdem ich über ein Jahr danach gesucht habe. Ich wollte ein hochwertiges Ledersofa. Neu hätte ich mir diese Qualität nicht leisten können. Gebraucht hat es mich inklusive zwei Sesseln nur 600 € gekostet. Dabei war es kaum benutzt. 

Den Korbtisch fand ich durch Zufall vor ein paar Wochen im Sozialkaufhaus. Vorher stand da provisorisch ein Ikea-Lack-Tischchen. Den Aubusson-Teppich habe ich vor ein paar Jahren bei Vossberg gekauft, ich mag ihn sehr. 



Vögel gibts übringens nicht nur im Garten, auch im Haus sitzen ein paar rum




und bunte Pferde auch. 




Eine "Baustelle" ist noch der Übergang vom Wohnzimmer zur Küche. Hier sollen zwei Barhocker her und ein Regal an die Wand. Weiter geht's wenn wir beides gefunden haben. Vor allem bei den Barhockern hab ich besondere Vorstellungen. Sie sollen zur Lampe passen, aber möglichst nicht schwarz gepolstert sein.

Die Küche ist bis auf Kleinigkeiten (Vorhang, Lampen) fertig. 


Ich hab bewußt auf Oberschränke verzichtet. Ich reiche eh nicht dran und ich wollte keine "Komplettküche". 



Durch den Flur (2. Baustelle und Sammelsurium zurzeit) geht es in den ersten Stock.Dort hab ich zwei Zimmer, Herr U. eins. 




Mein Schlafzimmer ist das kleinste Zimmer im Haus und die dritte Baustelle. Es bekommt einen neuen längeren Schreibtisch, der ist nämlich gleichzeitig Näh- und Schmink- und ab und zu Laptop-Tisch. Den Vorhang muss ich dann auch kürzen, was mir schwer fällt. Ich mag nämlich keine Vorhänge, die am Fensterbrett enden. Aber eine andere Idee hab ich bis jetzt noch nicht. 


Das Schlafzimmer ist der einzige Raum, bei dem ich mir über die Farben Gedanken gemacht habe. Blau-weiß-türkis soll vorherrschen. Klappt bis jetzt ganz gut.



Der zweite Raum ist Schrankraum (nein ich zeig Euch nicht das Innenleben, auch wenn jezt im Januar noch aufgeräumt ist :-) und Gästezimmer. 






Im ersten Stock ist auch das Bad. 





Besonders gefreut hat mich, dass die Rosen-Vorhänge, die ich schon mehr als 20 Jahre habe, dort einen Platz finden und der Teppich, der früher im Ankleidezimmer lag, auch noch dazu passt. Manchmal geht es mir wie beim Kleiderschrank-Shoppen, ich entdecke überraschende neue Kombinationen.

Wie ihr sicher gemerkt habt, ich mag Muster, ich mag Vögel, und ich mag Textilien in Form von Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Kissen in der Wohnung. Da ändere ich auch gerne mal was. Neue Kissen sind schnell genäht, oder ich schöpfe aus meinem Fundus. 

Früher hatte ich farbige Wände. Da es bei mir bunt genug ist, brauch ich das nicht mehr. Eine Mustertapete hätte ich gerne, im Schlafzimmer an einer Wand vielleicht. Mal sehen!

Die Frage, ob es bei mir perfekt und aus einem Guss sein muss, muss ich wohl nicht beantworten. Wobei es für mich genau so durchaus perfekt ist. Meine Umgebung passt zu mir, ich mag meine Möbel, meinen Krimskrams und ich mag es, dass ich Platz habe. 

Ich mag es auch mit Herrn U. zusammen zu wohnen. Wir haben es geschafft unsere Gemeinsamkeiten zu stärken und unsere Freiräume zu erhalten. Dass jeder seine eigenen Räume hat, trägt zu unserer beidem Wohlbefinden bei. 

Schaut Ihr auch so gerne in Andrerleut Wohnung?

In Sunny's "Dahoam is dahoam 
 und in vielen anderen Wohnungen,
die dort gezeigt werden,
dürft Ihr Euch gerne umschauen.

 
  



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